Brixen | Bressanone

Brixen, die älteste Stadt Südtirols, verbindet auf kleinem Raum Kultur, Geschichte, Genuss und eine umrahmende Berglandschaft, die sofort entschleunigt. In den historischen Laubengängen und engen Gassen der Altstadt flaniert man wettergeschützt, vorbei an Traditionsgeschäften, kleinen Boutiquen und einladenden Cafés – ideal für genussvolle Pausen bei regionalen Spezialitäten und einem Glas Südtiroler Weisswein.

Herzstück der Stadt ist der Dom mit seinem barocken Innenraum und dem stillen, freskengeschmückten Kreuzgang, der viele Besucher unerwartet berührt. Nur wenige Schritte weiter öffnet sich die Hofburg mit ihren Museen und der angrenzende Herrengarten als grüne Oase mitten im historischen Zentrum. Ein Spaziergang entlang von Eisack und Rienz oder über die fotogene Adlerbrücke führt hinüber nach Stufels, den ältesten Stadtteil, heute ein lebendiges Künstlerviertel mit viel Charme.

Dank gepflegter, meist flacher Wege, geführten Stadtrundgängen und der offenen Gastfreundschaft ist Brixen besonders für ruhesuchende, kulturell interessierte Reisende ein einladendes Ziel.

Erica Kircheis von Brixen Tourismus antworte auf meine Frage:
Wenn man nur einmal nach Brixen käme – welchen Ort dürfte man auf keinen Fall verpassen?

„Einen einzigen Ort zu wählen, ist in Brixen beinahe unmöglich – es gibt schlicht zu viele, die man nicht verpassen sollte. Wenn ich mich dennoch entscheiden müsste“, sagt Erica Kircheis mit einem Lächeln, „dann wäre es der Domkreuzgang mit seinen Fresken. Ein stiller Schatz, ein Ort, an dem Zeit und Farbe miteinander flüstern. Ein Juwel, das die Stadt seit Jahrhunderten trägt – und das Besucherinnen und Besucher oft ganz unerwartet berührt.“

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Seehof Nature Retreat

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Plose Sonnenaufgang © Helmut Moling

SIGHT-SEEING’s

FOOD PLACE’s

Die Plose ist kein touristischer Pflichttermin, sondern ein leiser Aufruf, Brixens talnahes Gewimmel in himmlische Weite zu tauschen – ein Aufstieg per bequemer Bahn auf 2.050 Meter, der ohne Hast atemlose Freiheit schenkt.

Dort oben, wo Almweiden im Wind flüstern und Kastanienhaine den Duft von Heu verströmen, geschieht etwas Unerklärliches: Der Blick schweift über ein Panorama, das das Innere durchdringt – der Peitlerkofel thront wie ein Dolomiten-Thron, Geislerspitzen schneiden scharf in den Himmel, Drei Zinnen mahnen an ewige Wildnis.

Es ist eine erhabene Stille, die den Alltag abstreift, den Geist erweitert und ein tiefes Staunen weckt, als öffne sich die Erde neu.

Goethe pries die Südtiroler Alpen in seiner „Italienischen Reise“ aus dem Jahr 1786 als unvergleichliche „Offenbarung der Natur“ und würde hier verweilen: „Ein Schauspiel, das den Menschen klein macht und doch emporhebt, wo Felsen in himmlischer Klarheit die Kraft der Schöpfung enthüllen.“ Es ist ein Muss, um Brixens Geist ganz zu umarmen, würde Goethe sagen.

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