Das Ambiente
Bologna beschäftigt mich schon lange. Diese Stadt, die ihre Geheimnisse unter 62 Kilometer Arkadengänge (Portici) verbirgt, die älteste Universität des Abendlandes in ihren Mauern trägt — sie lässt einen nicht einfach wieder los. Und das Hotel Porta San Mamolo schon gar nicht.
Es beginnt mit einer Gasse. Der Vicolo del Falcone, schmal und alt, trägt seinen Namen erst seit 1877 — ein Kompromiss der Straßenreformer, die sich nicht auf etwas Besseres einigen konnten. Zuvor hieß diese Stelle schlicht Mirasole di Sopra, und schon 1296 war sie als Burgus Miralsolis in den Steuerregistern der Stadt verzeichnet. Sieben Jahrhunderte, verdichtet in einem Pflasterstein.
Das Hotel selbst ist gewachsen wie die Stadt: Block für Block, Hof für Hof. Vier Teile bilden das Ganze — der Falcone Cloister mit der Rezeption, der Mirasole Tower, dessen Form an einen mittelalterlichen Wachtturm erinnert, und dann, als Herzstück, der Garden Court. Wer hier eintritt, versteht, warum man nicht mehr weitergehen will. Alte Mauern, blühende Bepflanzung, Stille inmitten der Stadt. Der Garten hält an, was außerhalb verloren geht.
In der Orangerie, dem Frühstücksraum im Innenhof, öffnet sich die Decke in der warmen Jahreszeit zur Terrasse hin. Morgenlicht, Espresso, Bologna. Ich habe selten ein Hotel erlebt, das seinen Ort so ernst nimmt. Das ist kein Übernachten. Das ist Ankommen.
Porta San Mamolo
Frühling & Herbst
highlights
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